Allgemeine Motorsportreifenfreigabe im seriennahen Clubsport

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Allgemeine Motorsportreifenfreigabe im seriennahen Clubsport

Beitragvon Jörg O. » Di Aug 22, 2017 17:12

Aufgrund dieser Themas hier viewtopic.php?f=5&t=9340 plädiere ich mittlerweile dazu ALLE Motorsportreifen die in Serie und mit gebackenem Profil hergestellt werden, freizugeben... also auch die in allen bzw den dort üblichen Größenbezeichnungen ( z.B. stat 195/50/15 auch 190/580/15) und egal ob mit oder ohne Strassenzulassung ! Da so gut wie alle Clubsportfahrzeuge mittlerweile auf dem Hänger zu den Läufen angekarrt werden bzw diejenigen die auf eigener Achse anreisen ihre Semis im Kofferraum/Rückbank verstaut haben, spielt eine Strassenzulassung keine Rolle mehr weil zudem auf abgesperrten Plätzen oder Strassen gefahren wird.
Zudem ist man bei einer VA mit Gruppenmischmasch aus Clubsport und DMSB Gr. G ( z.B. Finallauf SW-Pokal, Bergslalom Zotzenbach usw ) mit einem internat. Rallyereifen ( Kumho Ecsta CO3, Pirelli RK, Hankook Z 209 usw ) bei trockenen Bedingungen mit Sicherheit besser aufgestellt bzw wettbewerbsfähiger als mit einem Semi...und das ohne Zusatzkosten für teure Slicks samt Felgen.

Was das Norddeutsche CS Reglement in Punkto Sportreifen und insofern Klasseneinteilung angeht, das ist gut so und das halte ich auch jetzt mal außen vor.
Es geht mir in erster Linie um die CS Reglements in Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Würtemberg und Mittelrhein.

Wenn jetzt wieder solche Antworten aufkommen wie " damit vergrault man Einsteiger oder Interessenten" bzw "das ist nicht der Grundgedanke des Clubsport"...dafür gibt es bereits sehr gute Lösungen mit Vorbildfunktion, siehe Nordbaden mit seiner sog. Serienklasse oder auch "Schaufensterklasse" die sich perfekt an der "Grundgedanken Clubsport" anpasst. Hier starten ausschließlich Fahrzeuge wie sie ab Werk/Händler geliefert werden...also in absolutem Serienzustand. Jegliche Änderungen, egal ob Teile mit ABE oder Gutachten, sind hier nicht erlaubt.
Und auch der in Rheinland-Pfalz gefahrene Mazda MX5-Cup bzw Roadster-Cup oder Abarth Cup ist hier außen vor bzw sollte außen vor sein/bleiben weil eigenes Reglement !
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Re: Allgemeine Motorsportreifenfreigabe im seriennahen Clubs

Beitragvon GSI » Mi Aug 23, 2017 08:45

" damit vergrault man Einsteiger oder Interessenten" bzw "das ist nicht der Grundgedanke des Clubsport"...dafür gibt es bereits sehr gute Lösungen mit Vorbildfunktion, siehe Nordbaden mit seiner sog. Serienklasse oder auch "Schaufensterklasse"


Wer faehrt denn im jungen Nachwuchs als Motorsportinteressierter und potentieller Teilnehmer einen Serienwagen? Wer "Autos & Motorsport" als Hobby hat, faehrt doch nicht einen serienmaessigen Wagen. Das sind jedenfalls meine Beobachtungen. Oder liege ich da falsch?

/Gerold
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Re: Allgemeine Motorsportreifenfreigabe im seriennahen Clubs

Beitragvon Reinhard Stoldt » Mi Aug 23, 2017 09:33

GSI hat geschrieben:Wer faehrt denn im jungen Nachwuchs als Motorsportinteressierter und potentieller Teilnehmer einen Serienwagen? Wer "Autos & Motorsport" als Hobby hat, faehrt doch nicht einen serienmaessigen Wagen. Das sind jedenfalls meine Beobachtungen. Oder liege ich da falsch?

/Gerold

das sehe ich auch so. Interessieren würden mich einmal die Teilnehmerzahlen dieser "Schaufensterklassen" und was für Leute das sind, die dort fahren (wenn da welche fahren :shock: )
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Re: Allgemeine Motorsportreifenfreigabe im seriennahen Clubs

Beitragvon HaPe » Mi Aug 23, 2017 10:53

Hallo Zusammen !
Interessieren würden mich einmal die Teilnehmerzahlen dieser "Schaufensterklassen"

Bitte sehr:
statistik.png
statistik.png (58.91 KiB) 6180-mal betrachtet


Es sind Clubslaloms aus Nordbaden und der Pfalz (Maikammer/Potzberg).
Nordbaden:
Klasse 1: Gleichmäßigkeit
Klasse 2: Slalom-Einsteiger
Klasse 3: Serienmäßig
Pfalz:
Klasse 1 bis 3: Serienmäßig

Wie man sieht fahren in der Pfalz sehr viele mit serienmäßigen Fahrzeugen, aber auch in Nordbaden sind es nicht nur 2 oder 3.

Namen könnt Ihr aus meinen Ergebnislisten auf http://www.schwaben-motorsport.de holen.
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Re: Allgemeine Motorsportreifenfreigabe im seriennahen Clubs

Beitragvon Jörg O. » Mi Aug 23, 2017 11:24

...um das näher/besser zu erläutern hier das CS Reglement von Nordbaden:
https://www.motorsport-nordbaden.de/fil ... t_2017.pdf

So sieht man besser was HaPe meint.
Und diese Gruppe 1/Klasse 3/Schaufensterklasse aus dem CS Reglement Nordbaden gibt es in Rheinland-Pfalz ( noch ) nicht, im Saarland, Mittelrhein ebenfalls in der Form nicht.
Und ACHTUNG: Die Klassen 1-3 in Rheinland-Pfalz ( seriennahe Sahrzeuge ) sind in Nordbaden als Klassen 4-6 ausgeschrieben...das auch noch als Anmerkung um die Tabelle besser/richtig interpätieren zu können !!!

Gerold & Reinhard: Ich finde eine solche Klasse insofern gut weil Interessenten oder kurzentschlossene Zuschauer nicht gleich den Mut verlieren wenn sie in den SERIENNAHEN Klassen, wo mit echten Semis gefahren wird und die Autos auch sonst schon entsprechend vorbereitet/aufgebaut sind, nach Strich und Faden verputzt werden.
In dieser Gr. 1 ist "jeder gleich"...insofern faire Bedingungen, auch wenn es etwas unrealistisch ist wenn ein Opel Corsa dort auch mal auf einen FIAT 500 Abarth trifft. Und ein echtes Clubsport-Fahrzeug können diese Interessenten/"Reinschnupperer" dann immer noch aufbauen wenn sie dabei bleiben wollen bzw am Clubsport gefallen gefunden haben...hab ich nach meinem erlebten "Desaster" ( siehe unten ) ja auch so gemacht.

Als ich 2012 nach 18 Jahren Motorsportabstinenz das erste mal mit meinem Sommersaison-Golf wieder an einem Slalom-Wettbewerb teilnahm, wollte ich, als ich meine Zeiten gesehen habe, auch gleich wieder die Flinte in`s Korn werfen bzw ich dachte ernsthaft ich kann kein Auto mehr fahren. Aber klar...mit einem einfachen Sportfahrwerk und ohne Semis gibt es auch gegen ein seriennahes Clubsportauto keinen Blumentopf zu gewinnen !
Aber so wie mir an diesem Mai-Sonntag 2012 geht es auch den meisten Interessierten...und die sind dann auch gleich bedient und lassen es bleiben.
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Re: Allgemeine Motorsportreifenfreigabe im seriennahen Clubs

Beitragvon Reinhard Stoldt » Mi Aug 23, 2017 12:28

hab mal ein bisserl geblättert. In der Pfalz gibt es keine Serienklasse. Die genannten Klassen entsprechen der Gruppe G und dürfen zusätzlich Spurverbreiterungen fahren.
In Nordbaden sind nach dem Reglement in der Serienklasse Semis erlaubt. Ich könnt mir auch so nicht richtig erklären, wie beim MSC Weingarten ein Fiesta 4 Sekunden schneller ist als die verbesserten Klassen ab 4 aufwärts.
Sieht ja so aus, dass teilweise über 10 Fahrzeuge starten (ohne weitere Unterteilung nach Hubraum oder LG). Das ist schon ordentlich.
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Re: Allgemeine Motorsportreifenfreigabe im seriennahen Clubs

Beitragvon HaPe » Mi Aug 23, 2017 12:51

Hallo Reinhardt !
In der Pfalz gibt es keine Serienklasse.

Da hast du natürlich Recht :?
Die Bezeichnung serienmäßig hat mich "verleitet".
Ich verstehe nicht warum man diese Gruppe in der Pfalz dann so benennt. :roll:
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Re: Allgemeine Motorsportreifenfreigabe im seriennahen Clubs

Beitragvon Jörg O. » Mi Aug 23, 2017 13:04

..."Die genannten Klassen entsprechen der Gruppe G"...
Richtigstellung von mir:
Sie entsprechen ANNÄHERND der Gruppe G ! Zum einen weil keine Slicks erlaubt sind in den seriennahen CS-Klassen ( deshalb auch meine oben anpesprochene "Reifenproblematik"/Chancengleichheit bei DMSB-Clubsport-Mixveranstaltungen ) und z.B. auch keine Aludomlager im CS erlaubt sind ( wobei bei einigen eingesetzten Fahrzeug feste/festverschraubte Domlager aber fahrwerktechnisch eine enormer Verbesserung wären ), wie in der "G" bei DMSB VA .

..."In Nordbaden sind nach dem Reglement in der Serienklasse Semis erlaubt"...
Richtigstellung von mir:
In den SERIENNAHEN Klassen 4-6 sind Semis erlaubt ( das Gleiche gilt für RP, das Saarland und Mittelrhein ) !
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Re: Allgemeine Motorsportreifenfreigabe im seriennahen Clubs

Beitragvon BMW123d » Fr Aug 25, 2017 13:12

Zudem ist man bei einer VA mit Gruppenmischmasch aus Clubsport und DMSB Gr. G ( z.B. Finallauf SW-Pokal, Bergslalom Zotzenbach usw ) mit einem internat. Rallyereifen ( Kumho Ecsta CO3, Pirelli RK, Hankook Z 209 usw ) bei trockenen Bedingungen mit Sicherheit besser aufgestellt bzw wettbewerbsfähiger als mit einem Semi...und das ohne Zusatzkosten für teure Slicks samt Felgen.


Der Fall, dass mit einem Rallye Reifen auf trockener Strecke schneller gefahren wird als mit einem typischen Semi ist m.E. selten und tritt nur unter ganz speziellen Bedingungen auf. Also ich glaube ein Top vorbereitetes Clubsport Auto, wie es sie hier in Württemberg in quasi allen G und F Clubsport Klassen gibt, wird auf diesen Rallye Reifen wahrscheinlich nicht signifikant schneller sein. Eher langsamer. Weil die Autos alle Top im Clubsport mit genutzten Reifen funktionieren.

Ich bin dafür, dass in jenen Klassen in denen Straßenzugelassene Reifen gefordert werden, diese Reifen auch ein E-Zeichen haben sollten. Die genannten Rallye Reifen haben das glaube ich nicht immer? Ich meine mal einen Hankook Z209 gesehen zu haben auf dem klar und deutlich "only for competition use" stand und ein E-Zeichen. Wobei vermutlich dieses E-Zeichen erst nachträglich, bzw. in einer späteren Charge den Weg auf diesen Reifen gefunden hat und das "only for competition use" nicht entfernt wurde.

Zotzenbach ist sowieso DMSB. Da hast mit Semis sowieso wenig chancen. Wenns trocken ist bringen Slicks extrem viel und wenns Nass ist kannst ohne Regenreifen dein Auto nur im Schongang da hoch schieben.

Aufgrund dieser Themas hier viewtopic.php?f=5&t=9340 plädiere ich mittlerweile dazu ALLE Motorsportreifen die in Serie und mit gebackenem Profil hergestellt werden, freizugeben... also auch die in allen bzw den dort üblichen Größenbezeichnungen ( z.B. stat 195/50/15 auch 190/580/15) und egal ob mit oder ohne Strassenzulassung ! Da so gut wie alle Clubsportfahrzeuge mittlerweile auf dem Hänger zu den Läufen angekarrt werden bzw diejenigen die auf eigener Achse anreisen ihre Semis im Kofferraum/Rückbank verstaut haben, spielt eine Strassenzulassung keine Rolle mehr weil zudem auf abgesperrten Plätzen oder Strassen gefahren wird.


kann ich aus meiner persönlichen perspektive Sagen: Ich fahre immer auf Achse an und in den allermeisten fällen habe ich meine Räder im Kofferraum. Je nachdem welche Räder das sind fahre ich aber teilweise aufgrund von Faulheit dann aber auch auf den Semis nach Hause. Bzw. manchmal fahre ich auch mit meinen Alltagsreifen die Veranstaltung (je nach Streckencharakteristik, Asphalt, Wetter). Außerdem fahre ich gerne mit den Reifen ein paar Meter auf der Straße zur Kontrolle (NICHT zum Warmfahren). Also einfach um zu Prüfen ob nach dem Umstecken alles funktioniert, fest ist etc. Ganz banale Sachen wie ein streifenden Ankerblech o.ä. fallen einem da auf. Und das mache ich bei vielen Clubsport Veranstaltung auf der Straße. Mein Auto ist zugelassen, die Reifen sind erlaubt, und mein Auto ist im gegensatz zu vielen anderen Autos auch keine Lärm und Geruchsbelästigung, also warum nicht? Oft ist das Fahrerlager bzw. der Abgesperrte Bereich vor Ort nämlich schlicht zu beengt bzw. zu klein. Ich finde für mich das auch als einen Beitrag zur Sicherheit und das ist nur mit Straßenzugelassenen Semis möglich. Bei vielen DMSB Slaloms, gerade Straßenveranstaltungen wie Zotzenbach bieten dafür im Vorstartbereich oder rund ums Fahrerlager genug Zeit und Raum bzw. der Fahrweg zur Technischen Abnahme ist dazu ausreichend, da ist das auch mit Slicks kein Problem.
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Re: Allgemeine Motorsportreifenfreigabe im seriennahen Clubs

Beitragvon Roawdy » Fr Aug 25, 2017 13:57

Moin,
ich habe dazu eine klare Meinung, in der Klasse G sollten nur Reifen mit Straßenzulassung, d.h. e- oder E-Kennzeichnung erlaubt sein.
Die Fahrwerksregelung ist auch in einigen Punkten recht seltsam, Schraubfahrwerk mit Dämpfereinstellung ist erlaubt, Spurplatten, die bei solchen Fahrwerken oft vorgeschrieben sind, nicht :roll: .
Wenn ich dann lese, dass im Südwesten die meisten G-Fahrzeuge auf dem Hänger anrollen, werden sie ihrem bösem Ruf mehr als gerecht, dann steht "G" ganz bestimmt auch für "G"eändert :roll: .
Das bleibt bei Autos, die oft älter sind als ihre Fahrer nicht aus.
Eine Saison in der "G"-Klasse haben mir gereicht :evil: , ich habe mich mit meinem Serienfahrzeug nur "G"eärgert.
Die Klasse "G" als Einsteigersport und Sport mit "Serien"-Fahrzeugen gehört meiner Meinung nach gründlich geändert. Das derzeitige Regelment schadet der Entwicklung des Motorsports.
Die anderer Meinung sind, können ja dann ohne Motor- und Fahrwerksänderung auf Anhieb in der "F" ganz vorne mitfahren, die Zeitenvergleiche zeigen was ich meine.
Dabei könnte moderner "G"Sport mit vielen neuen Interessenten richtig interessant sein, moderne Renault RS, Ford ST, Opel OPC, Fiat Abarth ......... sind an Werk mit trainiertem Fahrer schon beachtlich schnell.
Gruß Kalle
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Re: Allgemeine Motorsportreifenfreigabe im seriennahen Clubs

Beitragvon Jörg O. » Fr Aug 25, 2017 14:02

@BMW123d: ...da hast Du wohl den Kontext in meinen ersten Post falsch verstanden !

Es geht in meiner Forderung in erster Linie um das wegbrechen der kleinen Semi-Größen mit "e-kennzeichnung" und somit um schwindende bis bald gar keine Alternativen mehr in Punkto konkurrenz- bzw wettbewerbsfähige "CS Reifen" MIT PROFIL in den seriennahen Klassen FÜR ÄLTERE AUTOS ! Und da wir alle auf abgesperrtem Gelände/Strassen fahren BRAUCHT ES KEINE UNNÖTIGE E-KENNZEICHNUNG BEI EINEM SPORTREIFEN !!!
Auch preislich ist ein solcher Rennreifen mit in Serie gebackenem Profil nur unwesentlich teuerer als ein guter Semi ( Beispiel, ein e-geprüfter Dunlop Direzza in 195/50/15 kostet 180-190 Euro, ein Kumho CO3 in 200/580/15 kostet 210 Euro, ein e-geprüfter AVON ACB 10 in 195/45/15 gar 230 Euro ! )

..."Also ich glaube ein Top vorbereitetes Clubsport Auto, wie es sie hier in Württemberg in quasi allen G und F Clubsport Klassen gibt, wird auf diesen Rallye Reifen wahrscheinlich nicht signifikant schneller sein. Eher langsamer. Weil die Autos alle Top im Clubsport mit genutzten Reifen funktionieren"...

Wir reden hier nicht "nur" von BaWü...und ein "F" Auto als auch ein "H"-Auto ist ein "verbessertes Auto und fährt laut Reglement mit Slicks...habe bisher auch noch kein verbessertes Auto im CS auf Semis gesehen. Desweiteren sind solche "Rallyereifen" sehr wohl "schneller" als ein Semis...damit spreche ich aus Erfahrung, weshalb die Dinger sehr wohl eine bessere Alternative zu Semis sind, sonst hätte ich es nicht erwähnt. Schon mal einen Kumho CO3 gefahren gegen einen Semi...Du würdest Dich wundern !

Und was den "CS-DMSB- Slalom Mischmasch" betrifft...das ist komplette Wettbewerbsverzerrung und insofern absolut unfair. Auch wenn sich jetzt jemand für 1200 Euronen für nur einen Finallauf Slicks kauft...glaubst Du derjenige fährt "aus dem Stand" mit den Dingern an der Haft-/Performancegrenze...mit Sicherheit nicht .
Und aus diesen fakten raus MUSS CS-Slalom vom DMSB-Slalom strikt getrennt werden - PUNKT !!!
Andreas...auch ich fahre auf eigener Achse zu den VA, z.T bis zu 150km weit. Und dann sind die Semis im Kofferraum verstaut und werden erst vor Ort umgesteckt. Wer mit montierten Semis von zu Hause aus zu den VA und/oder wieder nach Hause fährt, das ist jedermanns Privatsache oder Bequemlichkeit...ich und die meisten anderen Teilnehmer machen es nicht.

@Roawdy: Schraubfahrwerke im G-Auto sind ja noch ok...aber dann haben diese Fahrwerke auch ALLESAMT bitte eine korretes Gutachten vom/ab Hersteller und sind nicht über Beziehungen oder sonstige Aktionen halblegal eingetragen. Alle auf dem Trailer angekarrten seriennahen CS-Karren haben im Prinzip, mit wenigen Ausnahmen, mittlerweile "reinrassige" Rennfahrwerke verbaut !!!
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Re: Allgemeine Motorsportreifenfreigabe im seriennahen Clubs

Beitragvon BMW123d » Sa Aug 26, 2017 14:48

Es geht in meiner Forderung in erster Linie um das wegbrechen der kleinen Semi-Größen mit "e-kennzeichnung" und somit um schwindende bis bald gar keine Alternativen mehr in Punkto konkurrenz- bzw wettbewerbsfähige "CS Reifen" MIT PROFIL in den seriennahen Klassen FÜR ÄLTERE AUTOS ! Und da wir alle auf abgesperrtem Gelände/Strassen fahren BRAUCHT ES KEINE UNNÖTIGE E-KENNZEICHNUNG BEI EINEM SPORTREIFEN !!!
Auch preislich ist ein solcher Rennreifen mit in Serie gebackenem Profil nur unwesentlich teuerer als ein guter Semi ( Beispiel, ein e-geprüfter Dunlop Direzza in 195/50/15 kostet 180-190 Euro, ein Kumho CO3 in 200/580/15 kostet 210 Euro, ein e-geprüfter AVON ACB 10 in 195/45/15 gar 230 Euro ! )


ja gut klar. Die Reifengrößen brechen weg, weil sie auf zeitgemäßen Fahrzeugen keine Verwendung finden und deswegen sich die Herstellung nicht lohnt. Aber auch ganze Reifenfabrikate fallen weg, z.b. der Direzza. Das ist halt so. Entweder man arrangiert sich damit und investiert selbst Geld und versucht einen anderen Konkurrenzfähigen Reifen MIT E-Kennzeichnung zu finden oder man lässt es. Aus schon genannten Gründen bin ich für Reifen mit E-Kennzeichnung. Außerdem wäre ja dann überhaupt nichtmehr nachvollziehbar nach welchen Kriterien ein Reifen erlaubt wird. Mit Abschaffung der E-Kennzeichnung ist die einzige logische Konsequenz, dass die Reifen sowieso freigestellt werden. Dann fahren alle Slicks und das Thema ist erledigt.

Und was den "CS-DMSB- Slalom Mischmasch" betrifft...das ist komplette Wettbewerbsverzerrung und insofern absolut unfair. Auch wenn sich jetzt jemand für 1200 Euronen für nur einen Finallauf Slicks kauft...glaubst Du derjenige fährt "aus dem Stand" mit den Dingern an der Haft-/Performancegrenze...mit Sicherheit nicht .


Ich weiß nicht was du meinst, aber anscheinend wird wohl der Endlauf eines Prädikates das aus CS Veranstaltungen besteht nach DMSB Reglement ausgetragen. Das hat mit dem Reglement an sich garnix zu tun. Da musst du dich an die wenden die das Prädikat ausschreiben.

Alle auf dem Trailer angekarrten seriennahen CS-Karren haben im Prinzip, mit wenigen Ausnahmen, mittlerweile "reinrassige" Rennfahrwerke verbaut !!!

das ist doch alles nix neues? Die Situation ist wie sie ist. Entweder man macht sich den Hickhack und besorgt sich ein entsprechendes Fahrwerk und betreibt den Aufwand dass es eingetragen wird, oder man akzeptiert das halt und fährt mit nem normalen Fahrwerk. Ich hab so ein "reinrassiges" Rennfahrwerk, mit dem bin ich bisher 110000 km auf der Straße gefahren. Entweder man wills oder man wills nicht.

Wir reden hier nicht "nur" von BaWü...und ein "F" Auto als auch ein "H"-Auto ist ein "verbessertes Auto und fährt laut Reglement mit Slicks...habe bisher auch noch kein verbessertes Auto im CS auf Semis gesehen.

Es ist auch noch niemals einer auf Semis bei nem DMSB Slalom mitgefahren, man darf ja slicks fahren... :roll:

Für mich hört sich, dass alles etwas überzogen an. Jemand der mit ner alten Schüssel Slalom fährt, der über Jahrzehnte hinweg quasi nur Vorteile hatte (leichteres Auto, billigere Reifen, weniger finanzieller Aufwand, usw.), spürt nur einen Hauch von Gegenwind und kleinere Nachteile und holt nun zum Rundumschlag aus. Ich bin immer im Nachteil, egal was und wo ich fahre, egal in welcher Klasse. Ich bin auch im Nachteil weil an meinem Auto alles 3 mal so kompliziert ist, sowohl von der Technik als auch z.B. einen Sitz eingetragen zu bekommen im Vergleich zu einem alten Auto. Für mich gibt es noch weniger Reifen Auswahl und die Reifen kosten nochmal das doppelte von deinen im schlimmsten Fall. Das ist halt so. Ich könnte jetzt die ganze Zeit rumheulen oder einfach die Herausforderung annehmen und mich trotz der Widrigkeiten durchsetzen. Das hab ich mir so raus gesucht und mache es trotzdem gerne!. Und auch für die Leute die schon immer alles gleich machen und die immer alles easy und gut war, gibt es mal Veränderungen zu derer Nachteil, nicht immer nur zum Vorteil.
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Re: Allgemeine Motorsportreifenfreigabe im seriennahen Clubs

Beitragvon Markus-B » Sa Aug 26, 2017 17:31

Jörg O. hat geschrieben:Und was den "CS-DMSB- Slalom Mischmasch" betrifft...das ist komplette Wettbewerbsverzerrung und insofern absolut unfair. Auch wenn sich jetzt jemand für 1200 Euronen für nur einen Finallauf Slicks kauft...glaubst Du derjenige fährt "aus dem Stand" mit den Dingern an der Haft-/Performancegrenze...mit Sicherheit nicht .
Und aus diesen fakten raus MUSS CS-Slalom vom DMSB-Slalom strikt getrennt werden - PUNKT !!!



Ich versuche mir gerade mal ein Bild von dem Problem zu machen. Geht es um den SlalomPokal Südwest? https://www.motorsport-mittelrhein.de/a ... 1502875474

Ein Pokal, der in 7 ADAC Regionen mit je 2 Vorläufen ausgefahren wird und dann im Endlauf im Schwarzwald mündet?

3 Regionen (Hessen, Mittelrhein und Württemberg) fahren schon in den Vorläufen reine DMSB-Veranstaltungen mit 2000 bis 2500m Streckenlänge.

3 Regionen (Nordbaden, Pfalz und Südbaden) kombinieren einen DMSB-Lauf mit einem Clubslalom. Ganz heftig Pfalz mit dem Rennslalom 3x5000m und dem Clubslalom 2x1000m

Nur eine Region (Saarland) besteht aus 2 Clubsportvorläufen.


Das heißt doch, das dieses "Problem" effektiv nur für das Saarland tatsächlich auftaucht. Alle anderen sind doch schon in den Vorläufen in den DSMB-Gruppen gefahren?


Ein internationaler Rallyereifen ist im Endeffekt nichts anderes als ein Slick mit Profil. Die Hälfte dieser sind noch nicht mal formgebacken sondern werden nach Vorgabe geschnitten. Wo will man denn da die Grenze ziehen?
Klar könnte man jetzt sagen dass CS und DMSB halt dann strikt getrennt werden muss. Oder man fährt den CS einfach nach den technischen Reglements des DMSB. Funktioniert in Bayern sehr gut.
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Re: Allgemeine Motorsportreifenfreigabe im seriennahen Clubs

Beitragvon Jörg O. » Sa Aug 26, 2017 21:17

@bmw123d: Wenn Du meine Ansichten bzw meine Meinungen für überzogen hälst...bitte sehr, hab ich auch kein Problem mit.
Ich rede, was diese Reifenproblematik betrifft, nicht nur von mir/für mich selbst, sondern für VIELE Fahrer mit alten Autos. Es hat sich für mich zumindest für jetzt auch mehr oder weniger erledigt.

Ich werde mir kommendes Jahr ein wenig eine Auszeit nehmen, mir die 2017er CS Reglements zu Gemüte führen, die ein oder andere CS-VA als Zuschauer besuchen und mit den Leuten reden. Evtl. um im "Training" zu bleiben mit unserem Clubauto noch bei 2-3 ausgesuchten VA fahren.
In der Zeit werde ich mir dann auf Basis der geführten Gespräche und dem Gesehenen/Erlebten meine Gedanken machen, ob und wie es für mich im Motorsport weitergeht. Da mach ich mir keinen Stress...es gibt noch andere Alternativen !


@Markus-B: In Rheinland-Pfalz wurde dieses Jahr zum ersten Mal ein DMSB-Slalom ( AC Maikammer ) als Vorlauf zum SW-Pokal mit aufgenommen weil es auch der erste DMSB-Lauf seit Jahren wieder in der Pfalz ist/war...ansonsten wurden in RP bisher nur CS-Läufe wie im Saarland als Vorläufe gewertet.
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Re: Allgemeine Motorsportreifenfreigabe im seriennahen Clubs

Beitragvon BMW123d » So Aug 27, 2017 18:47

Klar könnte man jetzt sagen dass CS und DMSB halt dann strikt getrennt werden muss. Oder man fährt den CS einfach nach den technischen Reglements des DMSB. Funktioniert in Bayern sehr gut.


Und in Württemberg wird auch nach DMSB Reglement gefahren, aber eben in Gruppe G und F nur mit Semislicks. Meiner Meinung nach funktioniert das auch gut.

Der Rhein Neckar Pokal hat sogar mehrere verschiedene Clubsport Reglements und es gibt DMSB Veranstaltungen. Viele dieser Teilnehmer fahren auch SW Pokal, die werden mit Sicherheit entsprechend ausgerüstet sein wenn sie Ambitionen haben vorne mit zu fahren. Aber es gibt auch da Ausnahmen, die nur mit Semis oben dabei sind :wink:

Ich kann für mich nicht nachvollziehen wie einem dieses bisschen Gegenwind davon abbringt, wenn man das ganze doch mit Leidenschaft und zum Spaß macht. Das wäre wie wenn ein Fußballer nach einer Schiedsrichter Fehlentscheidung gegen ihn sofort seine Karriere beendet und dann mit Schach spielen anfängt.
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